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Dr. Georg Baumann
Psychologischer Psychotherapeut
Psychoanalytiker

Narzissmus aus psychoanalytischer Perspektiv

Was ist Narzissmus? Im Wörterbuch der Psychoanalyse ist es bei Laplanche und Pontalis zunächst "Liebe, die man dem Bild von sich selbst entgegenbringt".

Wenn diese Liebe einem Bild von sich gilt, wo ist dann das Selbst? Ist Selbstliebe Liebe? Im Mythos jedenfalls geht's tragisch aus. Narzissmus ist seit der Einführung in die Psychoanalyse durch Freud vor gut 100 Jahren ein vielschichtiges, oft widersprüchliches und bis heute kontrovers gehandeltes Konzept. Dem beinahe inflationäreren Gebrauch des Begriffes in Alltagssprache und Wissenschaft steht eine fehlende Einigkeit über dessen konzeptionelle Grundlagen gegenüber. Dies könnte daran liegen, dass der Moment der Subjektwerdung, die Erfahrung einer Ich-Identität, rätselhaft bleibt und sich uns immer aufs Neue entzieht. Freud sprach davon, dass das Ich nicht von Anfang an als Einheit existiert. Narzissmus ist aber an die Ich-Bildung ge-bunden. Ohne ein Selbst ist weder Selbstliebe noch Objektliebe denkbar und ohne den An-deren kann es kein Selbst geben. Im ersten Teil des Seminars soll diese Dialektik von Narzissmus und Ich-Bildung vorgestellt und debattiert werden. Das Problem des Narzissmus soll also zunächst aus der Perspektive der Normalität einer notwendigen Stufe der Entwicklung und einer für den Menschen grund-legenden Identifizierung mit dem Anderen erörtert werden. Ich möchte darlegen, wie die Momente der Ich-Bildung als fundamentale narzisstische Er-fahrungen verstanden werden können.

Im zweiten Teil des Seminars soll auf dieser Grundlage und nochmal unter Einbeziehung des Mythos, die Dynamik von Selbst- und Objektbezug mehr klinisch untersucht und der Narzissmus aus der Perspektive pathologischer Einflüsse betrachtet werden. Dabei können gerne Behandlungserfahrungen und Fallvignetten in die Diskussion einbezogen werden.

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