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Dipl.-Psych. Martina Lange
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (TP)
Psychologische Psychotherapeutin

"Spielen will gelernt sein" - Vom "physischen Akteur zum mentalisierenden Akteur"

"Wenn ein Patient nicht spielen kann, muss der Therapeut sich zuerst diesem Hauptsymptom widmen, bevor er auf Einzelheiten des Verhaltens eingeht" Winnicott

Schon in den ersten Lebensmonaten und -jahren entwickelt sich bei hinreichend positiver Spiegelung und im stetigen spielerischen Austausch mit den wichtigsten Bezugspersonen eine primäre Symbolisierungs- und Spielfähigkeit beim Säugling/Kleinkind. Diese bejahenden Begegnungsmomente zwischen Kind und Eltern bewirken sowohl eine positive Selbstentwicklung als auch eine zunehmend reifere Symbolisierungs- und Spielfähigkeit.

Diese Entwicklung in den ersten Lebensjahren steht in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit, die von Fonagy und Target als die Entwicklung vom "physischen/sozialen Akteur zum mentalisierenden Akteur" beschrieben werden. Sowohl die Symbolisierungs- und Spielfähigkeit als auch die Mentalisierungsfähigkeit dienen dem Ausdruck und später der Reflexion emotionalen Erlebens und damit der Verarbeitung unbewusster Konflikte und wird ein Leben lang benötigt.

In der psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern und Erwachsenen begegnen uns immer wieder Patienten, die aufgrund ungenügender Spiegelung in den ersten Jahren oder aufgrund Traumatisierungen nicht spielen als auch symbolisieren können und damit auch in ihrer Mentalisierungsfähigkeit eingeschränkt sind. Hier gilt es die Symbolisierungs- und Spielfähigkeit anzuregen und damit die Mentalisierungsfähigkeit zu unterstützen und zu för-dern, sodass das innere Erleben und die unbewussten Konflikte ausgedrückt, reflektiert und bearbeitet werden können.

In dem Workshop soll zum einen das theoretische Konzept der Entwicklung der Spiel- und Mentalisierungsfähigkeit aufgezeigt und diskutiert werden und zum anderen spieltherapeutische Szenen anhand von Praxisbeispielen der Referentin als auch den Teilnehmern, reflektiert werden

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