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Uwe Dießelberg
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (TP)

Schwere körperliche Erkrankungen - eine Herausforderung für die narzisstische Homöostase

Die Konfrontation mit einer Krebserkrankung oder einer schweren chronischen körperlichen Erkrankung führt oft zu einer tiefen Erschütterung im Selbsterleben. Gerade zu Zeiten der Optimierungsgesellschaft mit dem Dogma des "Jung-Bleibens" und der narzisstischen Besetzung der Körperlichkeit bestimmt das körperliche Leid(en) den Alltag. Plötzlich bricht die Begrenztheit und Endlichkeit des Lebens in unser Bewusstsein, Gefühle von Angst, Ohnmacht, Hilf- und Hoffnungslosigkeit tauchen auf, Lebensplanungen und Lebenswünsche werden durchkreuzt, Partnerschaften und familiäre Systeme auf die Probe gestellt. Depressionen und Ängste sind häufige Folgen. Die Krankheit führt oft zu Verunsicherungen im Selbsterleben, sie kann auch als Kränkung erlebt werden. Es entstehen narzisstische Wunden. Die Psychotherapie fokussiert meist auf eine Krankheitsbewältigung mit psychoedukativen Maßnahmen, Empowerment, Ressourcenaktivierung oder auch einer Stärkung der Selbstwirksamkeit. Resilienz gilt als positive Bewältigungsressource. Wie kann es darüber hinaus gelingen, im Leben mit all den Einschränkungen wieder einen Sinn zu finden und mit der oft bleibenden narzisstischen Wunde zu leben? Wie geht es uns in der Arbeit mit Menschen mit schweren körperlichen Erkrankungen?

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