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Prof. Dr. rec. soc. Hans Jürgen Wirth

Narzissmus, Macht und Machtmissbrauch in der Politik
Theorie und aktuelle Beispiele

Narzisstisch gestörte Menschen streben nach Macht, weil sie damit ihr mangelhaftes Selbstwertgefühl kompensieren wollen. Umgekehrt nährt die Möglichkeit, Macht auszuüben, Größen- und Allmachtsphantasien. Macht wirkt wie eine Droge: Die Selbstzweifel verfliegen, das Selbstbewusstsein steigt. Machtphantasien dienen häufig der Überwindung unerträglicher Ohnmachtsgefühle. Auch die kollektive Identität großer Gruppen ist oft durch ein Gemisch aus Machtphantasien, Ohnmachtsvorstellungen, Grandiositätsideen und narzisstischen Kränkungen geprägt. Auf politischer Ebene nimmt der Missbrauch von Macht dann besonders problematische Formen an, wenn sich die Gemeinschaft in einer existenziellen Krise befindet, ein narzisstisch gestörter politischer Führer die Macht erringen kann, ein großer Teil der Gemeinschaft sich subjektiv bedroht und ungerecht behandelt fühlt und ein gemeinsam "gewähltes Trauma" (Vamik Volkan) dazu dienen soll, die emotionale Krise, in der sich die Gemeinschaft befindet, zu bewältigen. Das "gewählte Trauma" ermöglicht dem Kollektiv, sich als Opfer zu fühlen und rechtfertigt die Suche nach äußeren Feindbildern und Sündenböcken, die gnadenlos verfolgt werden.

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